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Industrieverein Langenfeld spendet 10.000 € für die Infrastruktur der Langenfelder Feuerwehr

Teilnehmer von links: Polheim, Prell, BM Schneider; Witte, Becher, Schmies, Backes (IVL-Vorstand) und John, Maslow, Göttler (Feuerwehr)

Mehrere große Kisten mit neuer Technik bestaunten Vorstandsmitglieder des Industrievereins am Dienstagnachmittag in der Feuerwache an der Lindberghstraße. Die fachkundige Präsentation von Akku-Leuchten, leistungsfähigen Pumpen, überdimensionierten Brecheisen und anderem Zubehör markierte das Ende einer Mitte Juli begonnen Geschichte.

Nach der Flut im Juli 2021, die auch in Langenfeld erhebliche Schäden anrichtete, war das Bedürfnis zu helfen, überall zu spüren. „In unserem Vorstand war sofort der Wunsch erkennbar, auch als Verein „etwas zu tun“, primär in Langenfeld“, erinnerte IVL-Vorsitzender Gerhard Witte. Bei der Meinungsbildung halfen anderenorts gemachte Erfahrungen und das Wissen, um die begrenzten praktischen Möglichkeiten ehrenamtlicher Vorstandsmitglieder.

Die ins Auge gefasste Spendensumme von 10.000 Euro sollte allerdings nicht in einem großen Topf untergehen.

„Von Anfang an waren wir im Kontakt mit dem Bürgermeister, und daraus entwickelte sich die Idee, die örtliche Feuerwehr mit weiterem Material auszurüsten, um bei zukünftigen Katastrophen (noch) besser gewappnet zu sein“; fasste Witte den Prozess zusammen. Gleichzeitig sollte damit der hohe ehrenamtliche Einsatz der Langenfelder Feuerwehrleute anerkannt werden. Konkret sollten die bereits auf den Fahrzeugen vorhandenen „Unwetterkisten“ aufgerüstet und dabei nach den jüngsten Erfahrungen ergänzt werden.

Feuerwehrchef Wolfram Polheim hatte damals berichtet, dass die Wehr bereits 2018/19 nach den damaligen Ereignissen solche Boxen mit Utensilien für Starkregen oder Sturm angeschafft, aber mangels Katastrophen nie praktisch benutzt habe. Der Regen im Juli zeigte, was in den vorhandenen Boxen fehlt, und dass weitere Boxen sinnvoll sind, um mit kleinen Trupps möglichst viele der dann an verschiedenen Orten gleichzeitig anfallenden Probleme zu beseitigen. Alle sechs Mannschaftstransportwagen können nun dank der IVL-Spende mit dem erweiterten Zubehör (neben Pumpen und Sägen, auch Watthosen, Leinen, Beleuchtung, schnittfeste Schutzkleidung usw.) ausgestattet werden.

Der Beschaffungsprozess, bei dem auch Marco Göttler, der für Technik-Beschaffung zuständige Mitarbeiter der Wehr half, zog sich hin, weil nach der Katastrophe überall gesteigerter Bedarf erkennbar befriedigt werden musste. Deshalb erfolgten die symbolische Spendenübergabe und der Dank des Bürgermeisters und der Feuerwehr erst jetzt. Bürgermeister Schneider wurde dabei von Marion Prell begleitet, der für die Feuerwehr zuständigen Dezernentin und seiner Vertreterin in Katastrophenfällen. Für die Feuerwehr halfen neben Chef Wolfram Polheim auch der stellvertretende Leiter Torsten Marlow und stellvertretender Pressesprecher Egbert John den IVL-Gästen, die erstaunlichen Funktionen der neuen Gerätschaften zu erkennen. Zum Beispiel sind die gekauften Pumpen in der Lage, 1.200 Liter Wasser pro Minute zu saugen, also über 70 Kubikmeter in einer Stunde.  

 

Info:

Die Feuerwehr der Stadt Langenfeld ist eine freiwillige Feuerwehr mit hauptamtlichen Kräften. Sie verfügt neben dem hauptamtlichen Löschzug noch über drei Löschgruppen und einen freiwilligen Löschzug. Insgesamt stehen zurzeit über 32 Einsatzfahrzeuge zur Verfügung. Jedes dieser Fahrzeuge nimmt unterschiedliche Aufgaben wahr. Sie sind an den 4 Standorten im Stadtgebiet verteilt.

Hauptamtliche Wache, Löschzug 1 Lindberghstr.

Löschgruppe 2 Reusrath, Löschgruppe 3 Richrath, Löschgruppe 4 Wiescheid

 

Text & Fotos: Martin Mönikes